Der Berg und sein Dorf – der Ötscher und Lackenhof

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Deutsch40 SeitenErschienen: 2012

So könnte es gewesen sein – Genaueres wissen wir nicht. Immerhin liegt das Geschehen
schon über 400 Jahre zurück, und es gibt nur spärliche Aufzeichnungen darüber.

Es war im 16. Jahrhundert, am 22.August 1574 stieg eine Gruppe Wissenschaftler vom
heutigen Lackenhof in Richtung Ötschergipfel auf, sie nannten den Berg damals „Etscher“. Der Anstoß zu dieser Besteigung kam von Carolus Clusius, einem niederländischen Botaniker, der im Dienste des Römisch Deutschen Kaisers und Erzherzogs von Österreich Maximilian II. stand. Der katholische Kaiser war ein toleranter Mann, er fand nichts daran, den protestantischen Clusius mit der Erforschung der Alpenflora zu betrauen.

Ganz Europa war zu dieser Zeit im Umbruch: Das Mittelalter war gerade zu Ende gegangen, die Neuzeit war 1492 mit der neuerlichen Entdeckung Amerikas durch Kolumbus angebrochen, Martin Luther hatte 1517 mit seinem Thesenanschlag die Reformation eingeläutet, die Jesuiten hatten für die römische Kirche die Gegenreformation gestartet, Nikolaus Kopernikus wagte zu behaupten, dass die Sonne und nicht die Erde Mittelpunkt unseres Sonnensystems ist – und der 30-jährige Krieg, der ²/3 der Bevölkerung Deutschlands auslöschte, stand noch bevor. Diesen Krieg hätte es möglicherweise mit einem Kaiser Maximilian II. nicht gegeben.
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  • Bücherliste
  • Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Von Weitental zum Schleierfall

    Um zu den Ötschergräben zu komen, muss man zuerst einmal zufußgehen. Da kann man nicht mit dem Auto hinfahren, keine Straße führt dorthin. Also ein stilles Paradies?
    Paradies ja, aber nicht immer still. An Wander-Traumtagen begegnen einem schon eine Menge Leute – doch das mindert in keiner Weise die Begeisterung für die Tour in der schmalen, tiefen Schlucht des Ötscherbachs.

    Weitental ist für viele Touren im Ötschergebiet der klassische Ausgangspunkt – nicht nur deswegen, weil am Ziel dann Hans Teufel mit seinem Auto wartet.

    Es ist halb 9 Uhr und ein strahlender wolkenloser Herbstmorgen. Wir müssen zum
    Riffelsattel hinauf, 1.284 Meter hoch. Das sind fast 500 Höhenmeter. Von Weitental geht’s über einen steilen Weg über den Riffelboden zum Sattel, nach etwas über einer Stunde ein Wegweiser: Ötscherhaus – Ötschergräben – Kleiner Ötscher.

    Vom Riffelsattel führt ein schmaler Steig hinunter in den Hinteren Ötschergraben. Die
    Laubbäume im Mischwald, durch den wir absteigen, schillern schon in leuchtenden Farben, rot und gelb mit noch grünen Blättern dazwischen. Sonnenstrahlen glitzern durch das Blätterdach der Baumkronen und zeichnen strahlende Lichtbahnen durch den Nebeldunst, den auch die zunehmende Wärme noch nicht verdrängen konnte. Der Waldboden und der Weg sind voll von bunten Blättern, sodass alle Schrittgeräusche gedämpft werden und nur noch Naturlaute zu vernehmen sind, Vogelgezwitscher, manchmal das Plätschern eines Bächleins.

  • Ein Ort, wo alle Straßen enden

    Auf dem Weg nach Lackenhof

    In Weitental

    Sagen um den Ötscher und seinen mystischen Höhlen

    Über den Rauhen Kamm auf den Ötscher

    Von Raneck zu den Bärenlacken

    Auf steilem Steig hinauf zum Grat

    Der Rauhe Kamm

    Der Ötschergipfel

    Beim Ötscherhaus

    Die Kraft des Wassers

    Die Ötschergräben – ein Erlebnis für die Sinne

    Von Weitental zum Schleierfall

    Durch den Hinteren Ötschergraben

    Über den Erlaufstausee nach Mitterbach am Erlaufsee

    Das Ötscherschutzhaus

    Ein Regentag

    Mariazell

    Das Zentrum Mariazells

    Die Basilika

    Die Gnadenkapelle

    Gaming

    Die Kartäuser – gelebtes Mittelalter

    Die Kartause Gaming

    Langau-Maierhöfen

    Epilog