Ein Dorf zwischen Wiesen, Wald und Wolken - Tschöfas

RSSEin Dorf zwischen Wiesen, Wald und Wolken - Tschöfas Ein Dorf zwischen Wiesen, Wald und Wolken - TschöfasCover: Ein Dorf zwischen Wiesen, Wald und Wolken - Tschöfas

Deutsch28 SeitenErschienen: 2012

Wer kennt schon Tschöfas?

Man wird es niemandem vorwerfen können, diesen Ort nicht zu kennen. Aber es
ist zumindest lohnend zu wissen, dass es ein beschaulicher Platz ist, abseits der
Hektik des urbanen Lebensraums, und wo die Tagesordnung seiner Bewohner
noch dem Rhythmus der Natur gehorcht.

Das, was wir heute als Zeit bezeichnen, existiert seit es Kalender und Uhren
gibt. Dieses Zeitbewusstsein der Menschen hat sich im Laufe des
Zivilisationsprozesses immer weiter entwickelt. In der Gegenwart scheinen wir
viel zu wenig Zeit zu haben, obwohl uns die Technik gegenüber früher viele
Arbeiten des täglichen Lebens abnimmt. Keine Zeit zu haben ist schon ein
Statussymbol geworden. Doch dieses ständige Gefühl des Zu-wenig-Zeit-habens
macht uns unzufrieden, macht uns krank.

Das ist dann genau der Augenblick eine Auszeit zu nehmen, und etwas machen,
was andere nicht machen. Eventuell einmal Individualist sein, der Herr seiner
Zeit bleibt, der nicht dorthin fährt, wohin ihn die geballte Macht der Werbung
schicken möchte. Nichts ist einfacher als das, und der Entscheid verhilft
darüberhinaus zu dem beglückenden Gefühl, einmal die ausgetretenen Pfade
der Touristenströme zu meiden!
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  • Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Der Poststeig von Waidbruck nach St. Ulrich

    Über den Dorfplatz in Lajen führt der Poststeig, auf dem bis 1856 die Post von
    Waidbruck hinein ins Grödnertal transportiert wurde. Das abrupte Aus für den
    Jahrhunderte alten Transportweg ist einfach erklärt: Der Bau der Grödner
    Talstraße war vollendet.

    Der Poststeig hat heute eine andere Funktion, eine nicht weniger wichtige –
    eine ästhetische. Wer von Lajen nach Tschöfas möchte sollte, nein muss, dies
    zumindest einmal während seines Aufenthalts über den Poststeig tun.

    Lajen liegt auf einer Höhe um 1.100 Meter, der Weiler Tschöfas noch über 100 Meter
    höher. Etwa 1½ Kilometer wird der Weg von Lajen nach Tschöfas lang sein, was
    aber sowieso uninteressant ist. Denn das Hinaufgehen ist beinahe ein Wallfahrt,
    bei welcher der Weg das Ziel ist, und die Gehzeit dabei keine Rolle spielt.

    Der Pfad führt durch Wiesen, eingerahmt von Büschen und Bäumen, die jedoch
    die Sicht zurück auf Lajen nicht verdecken; und auch nicht den Blick weiter
    nach Westen zu den über dem Eisacktal liegenden Dörfern, die wie
    Schwalbennester am Abhang des Ritten zu kleben scheinen. Der Bergrücken
    verläuft abfallend vom Rittner Horn (2.259 m) über die Schwarzsee Spitze (2.071 m)
    bis in die Gegend von Bozen. Vom Poststeig aus entdeckt der
    Wanderer im Süden, hoch über dem linken Ufer des Grödner Baches, die
    Wallfahrtkirche St. Magdalena. Und annähernd 10 Kilometer weiter wuchtet ein
    Felskoloss am Rande des Eisacktals in die Höhe: der Westpfeiler der Dolomiten,
    der Schlern.

  • Wer kennt schon Tschöfas?

    Der Poststeig von Waidbruck nach St. Ulrich

    Der Hatzeshof in Tschöfas

    Der Bauer

    Die Bäuerin

    Der Hatzishof

    Gastfreundschaft in Lajen-Ried

    Ein Ausflug ins Mittelalter – der Vogelweiderhof

    Rund um Tschöfas

    Dämmerstunde in Tschöfas