Der Bowie-Pater

RSSDer Bowie-Pater Der Bowie-PaterCover: Der Bowie-Pater

Deutsch512 SeitenErschienen: 2003

Der Sammelband enthält interessante Raritäten und Spezialitäten, Fragmente und Vorstufen von Erzählungen, die May in späteren Ausarbeitungen berühmt gemacht haben. Der Leser darf sich auf spannende Begegnungen mit Wildwest- und Orienthelden freuen, auf verwegene Abenteuer in altbewährter Karl-May-Manier, aber auch auf weniger bekannte historische Anekdoten und Humoresken aus heimatlichen Gefilden. In den Wildwestgeschichten treffen wir unter anderem einen "jungen", aber bereits genau so skurillen und kämpferischen Sam Hawkens und erleben den sagenhaften Henrystutzen im ersten Einsatz. Die Titelgeschichte "Der Bowie-Pater" ist ein leider unvollständig gebliebenes Kapitel aus dem Roman "Die Juweleninsel" (Band 46 der Gesammelten Werke). Freuen Sie sich auf mysteriöse Verwicklungen, überraschende Wendungen und den stolzen Indianerhäuptling Rimatta, einen imposanten Vorläufer von Winnetou! Den insgesamt fünfzehn Geschichten sind einführende Kommentare vorangestellt, in denen der May-Experte und -Forscher Christoph F. Lorenz erläutert, wie sich die hier ausgebreiteten Motiv- und Erzählstränge in Mays Gesamtwerk einordnen. Gesammelte Werke Band 84ISBN: 978-3-7802-1784-4Verlag: Karl-May-VerlagTags: Verlorene SohnMarterpfahlSchacht und HütteKaimanFirehandWurzelseppTrapperIndianerFehsenfeldSilbersee9,99 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • „Damn! Wenn das so fortgeht, so soll mich der Teufel holen, wenn wir nur die Schwanzhaare eines einzigen Komantschengaules zu sehen bekommen!“ Der Mann, welcher diese Worte sprach, war eine breite, herkulische Gestalt, aus der, wenn sie von Holz gewesen wäre, man füglich zwei lebensgroße menschliche Figuren hätte schnitzen können. Seine gewaltigen Beine steckten in einem Paar langer Wasserstiefel, die er bis an den Leib herangezogen hatte, der von einer hirschledernen Weste bedeckt wurde, über welcher eine aus starker Büffelhaut gefertigte Jacke hing. Auf dem Kopf trug er eine hohe Mütze, die von einer ganzen Menge von Klapperschlangenhäuten umwunden war. Sein Gesicht sah ganz so aus wie die Gegend, in der er sich befand: Es war so dicht bewaldet, dass man nur die Nase und die beiden Augen zu unterscheiden vermochte. In der Hand trug er eine doppelläufige Kentuckybüchse und in dem alten Schal, den er sich um die Hüfte geschlungen hatte, steckte neben einer alten Drehpistole ein Jagdmesser, das mehr einem Hirschfänger als einem Messer glich. Er wühlte in einem Haufen von Holzasche herum, der den Boden bedeckte und den unumstößlichen Beweis führte, dass hier ein ungewöhnlich großes Feuer gebrannt habe. „Sage einmal, Fred“, fuhr er verdrießlich fort, „wie lange es wohl her ist, dass diese Asche heiß gewesen ist?“ „Das Feuer ist gestern früh verlöscht“, lautete die schnelle, entschiedene Antwort. Der Mann, welcher sie gab, war bedeutend jünger als der vorige. Er mochte höchstens fünfundzwanzig Jahre zählen und war ganz in einem jener indianischen Anzüge gekleidet, welche die Savannenstutzer zu tragen pflegen und an denen die Verfertigerinnen Jahre lang zu arbeiten haben. Trotz dieses sauberen Anzugs aber hatte er nicht das Aussehen eines Sonntagsjägers. Man erkannte an seinem starken Nacken die Narbe eines tiefen Messerschnitts, und über die eine Wange zog sich die Spur eines Hiebs, welcher jedenfalls von einem Tomahawk herrührte. Seine Waffen bestanden aus einem Henrystutzen, aus dem man, ohne wieder laden zu müssen, fünfundzwanzig Schüsse tun kann, einem Bowiemesser und zwei Revolvern. „Richtig!“, stimmte der Riese bei. „Man sieht, dass du kein Neuling mehr bist wie vor zwei Jahren, als ich dich in die Schule nahm. Aber was hilft uns das jetzt? Die Kameraden sind tot, die Pferde gestohlen und die Nuggets geraubt, die wir uns da drüben in Kalifornien zusammengesucht haben, um auch einmal im Osten den Gentleman spielen zu können. Nun rennen wir hinter diesen verdammten Komantschen her und können sie zu Fuß doch nicht einholen. Aber wehe den Halunken, wenn ich, Bill Holmers, über sie komme!“

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