Gebührenfinanzierte Hochschulen vor dem Hintergrund schichtenspezifischer ...

RSSGebührenfinanzierte Hochschulen vor dem Hintergrund schichtenspezifischer ... Gebührenfinanzierte Hochschulen vor dem Hintergrund schichtenspezifischer BildungsbeteiligungCover: Gebührenfinanzierte Hochschulen vor dem Hintergrund schichtenspezifischer Bildungsbeteiligung

Deutsch195 SeitenErschienen: 2010

Die Einführung allgemeiner Studiengebühren ist ein kontrovers diskutiertes Thema – ein zentraler Punkt dieser Kontroverse ist die Frage der Sozialverträglichkeit einer solchen Gebühr. Dass die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Kredits zur Finanzierung der Studiengebühr kaum imstande ist, das Moment der Sozialverträglichkeit zu erfüllen, wird in der vorliegenden Arbeit dargelegt. Ausgangspunkt hierfür sind die umfangreichen Daten der Erhebungen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden durch das Deutsche Studentenwerk seit 1952 sowie Daten zur Entwicklung der Sozialstruktur der Studierenden in Australien und Österreich, die hier einer detaillierten Analyse unterzogen werden. Die Folgen der Veränderung der ökonomischen Rahmenbedingungen des Studiums – und die Einführung einer allgemeinen Studiengebühr stellt eine solche Veränderung dar – lassen sich anhand der Einführung und Entwicklung des BAföG von einem Zuschussmodell über ein Volldarlehensmodell hin zu einem je hälftigen Zuschuss- und Darlehensmodell aufzeigen. Zieht man zusätzlich die Entwicklung der Sozialstruktur der Studierenden in Österreich und Australien in Betracht, werden die Zweifel an der Sozialverträglichkeit von Studiengebühren noch verstärkt. Die Kreditfinanzierung einer allgemeinen Studiengebühr ist ganz offensichtlich eher geeignet, die Chancenungleichheit beim Bildungserwerb noch zu verschärfen, statt sie zu mindern.ISBN: 978-3-942109-15-4Verlag: disserta VerlagTags: ChancengleichheitBildungssystemStudiengebührenElitenbildungSoziale SchichtungKulturindustrieBildungsökonomie23,00 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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1. Einleitung
2. Die Entwicklung der Sozialstruktur der Studierenden an den öffentlichen Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland von 1952 bis 2006
2.1. Vorbemerkung
2.2 Fehleinschätzungen, fragwürdige Beschlüsse und die Studiengebühr als Allheilmittel: Die Entwicklung der Studierendenzahlen und die Unterfinanzierung der Hochschulen
2.3 Die Entwicklung der sozialen Schichtung der Studierenden von 1963 bis 2006
2.3.1 Die Entwicklung der sozialen Schichtung der Studierenden nach der Stellung des Vaters im Beruf
2.3.2 Die Entwicklung der soziale Schichtung der Studierenden nach dem Modell der sozialen Herkunftsgruppen
2.3.3 Die Entwicklung der Sozialstrukturen der Studierenden und der Gesellschaft
2.4 Die Studienförderung der Studierenden und ihre Entwicklung von 1952 bis 2008
2.4.1 Das Honnefer Modell, Vorläufer des BAföG
2.4.2 Die neue Förderung nach dem BAföG
2.4.2.1 Die Einführung des BAföG und die Entwicklung der Förderquote
2.4.2.2 Der Anteil der erhöhten Bedarfssätze am Anstieg der Förderquote
2.4.2.3 Der Anstieg des Anteils der Arbeiterkinder: BAföG und/oder Bildungskampagne?
2.4.2.4 Entscheidende Neuerungen des BAföG
2.4.2.5 Die Entwicklung der Förderquoten – Honnefer Modell und BAföG
2.4.3 Die Förderquoten nach der Stellung des Vaters im Beruf und nach sozialer Herkunft
2.4.3.1 Die Entwicklung der Fördequote nach der Stellung des Vaters im Beruf
2.4.3.2 Die Entwicklung der Förderquote nach dem Modell
2.4.4 Die BAföG-Novellierungen
2.4.4.1 Die Entwicklung der Bedarfssätze
2.4.4.2 Bedarfssätze und Bedarfsermittlung
2.4.4.3 Bedarfsermittlung und monatliche Gesamtausgaben der Studierenden
2.4.4.4 Die Entwicklung der BAföG-Bedarfssätze und der Verbraucherpreise
2.5 Die Risikoaversion als wesentlicher Faktor für den Verzicht auf BAföG - und für den Verzicht auf einen Studienentscheid
2.6 Erwerbstätigkeit während des Studiums als Reaktion auf mangelhafte Förderung
2.6.1 Kommentare der Studierenden zu Erwerbstätigkeit und BAföG
2.6.2 Die Ausweitung der Erwerbstätigkeit
Exkurs: Die Umverteilungsthese
3. Studiengebühren in Australien und Österreich
3.1 Das australische Gebührenmodell HECS und seine Sozialverträglichkeit
3.1.1 Die Bildung sozialer Herkunftsgruppen
3.1.2 Die Bildungsbeteiligungsquoten
3.1.3 Die Frage der Sozialverträglichkeit des HECS
3.1.4 Die Idee des HECS
3.1.5 Die Ökonomisierung der Hochschulen
3.1.6 Meritokratie versus Plutokratie – Entwicklungen in der Studienplatzvergabe
3.1.7 Sozialverträglichkeit und nachlaufende Studiengebühren
3.1.8 Kein Nachweis der Sozialverträglichkeit des HECS
3.2 Studiengebühren in Österreich und ihre Auswirkungen auf die Sozialstruktur der Studierenden
3.2.1 Die Studierendenzahlen in Österreich
3.2.2 Die Entwicklung der Übertrittsquoten
3.2.3 Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen
3.2.4 Die Sozialstruktur der Studierenden
3.2.5 Die Sozialstruktur der Studienanfänger
3.2.6 Die Studienabbruchquote
3.2.7 Die Zufriedenheit mit den Studienbedingungen
3.2.8 Die Aufhebung der Studiengebühren
4. Fazit und Ausblick
Anhang
Methodische und formale Anmerkungen
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Dokumente: Ausgedruckte Seiten aus dem World Wide Web
Literaturverzeichnis