Bilanzierung von Zweckgesellschaften unter Berücksichtigung des Bilanzrech...

RSSBilanzierung von Zweckgesellschaften unter Berücksichtigung des Bilanzrech... Bilanzierung von Zweckgesellschaften unter Berücksichtigung des BilanzrechtsmodernisierungsgesetzesCover: Bilanzierung von Zweckgesellschaften unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

Deutsch132 SeitenErschienen: 2009

Im Rahmen der Reform des deutschen Handelsrechts durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sollen die Vorschriften der Konzernrechnungslegungspflicht geändert werden. Davon betroffen ist auch die Behandlung von Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities). Mit der Neufassung des § 290 Abs. 1 HGB möchte der Gesetzgeber in Hinblick auf diese bilanztechnisch problematischen Konstrukte zukünftige Skandale à la Enron verhindern und klare Strukturen schaffen. Dadurch soll eine verstärkte Konsolidierung von SPE in den Konzernabschluss und damit eine Annäherung an die IFRS erreicht werden.Dieses Buch möchte dem Leser in kompakter Form die Vorschriften der Konzernrechnungslegungspflicht sowohl des bestehenden Handelsgesetzbuches wie auch der IFRS näher bringen. Anhand der Betrachtung der bilanziellen Behandlung der wichtigsten Erscheinungsformen von SPE, den Leasingobjekt- und Asset-Backed-Securities-Gesellschaften sowie Spezialfonds, wird ein direkter Vergleich der bestehenden Rechnungslegungsvorschriften mit dem neuen BilMoG ermöglicht. Durch diese Ausführungen soll beurteilt werden, ob der Gesetzgeber sein Ziel, die Annäherung des HGB an die IFRS, im Falle der bilanziellen Behandlung von SPE erreicht und zu einer Verbesserung der Transparenz im Konzernabschluss beiträgt. ISBN: 978-3-86815-292-0Verlag: Igel VerlagTags: BilanzrechtHandelsrechtIFRS53,00 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

  • Leseprobe
  • Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz stellt ohne Zweifel die umfassendste und tiefgreifendste Reform des deutschen Handelsrechts seit den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts dar. Seit der Verabschiedung des Bilanzrichtlinien-Gesetzes (BiRiLiG) im Jahre 1985 hatte keine Reform eine solche Bedeutung für die deutsche Rechnungslegung. Mit dem im November 2007 veröffentlichten Referentenentwurf (Ref-E) BilMoG hat das BMJ „einen sehr beachtlichen Beitrag zur umfassenden Fortentwicklung des Bilanzrechts vorgelegt, der gravierende Änderungen vorsieht und ein neues Zeitalter der HGB-Rechnungslegung einzuläuten beginnt.“ Die Zielsetzung des BilMoG besteht laut Referentenentwurf darin, den Bilanzierenden eine gleichwertige Alternative zum komplexen Regelwerk der IFRS zu bieten, die gleichzeitig kostengünstiger, einfacher und besser handhabbar sein soll. Diese Deregulierung im Bereich der Rechnungslegung und eine damit verbundene Kostensenkung sollen vor allem durch Erleichterungen für kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich der Buchführungs- und Bilanzierungspflichten erreicht werden. Des Weiteren wird als drittes großes Ziel auch eine Verbesserung der Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses angestrebt. Dies soll durch die Abschaffung zahlreicher Wahlrechte und der damit einhergehenden Objektivierung der handelsrechtlichen Bilanzierung erreicht werden. Damit soll also der Informationsfunktion des Jahresabschlusses ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Dabei bleibt der HGBAbschluss weiterhin die Grundlage der Steuer- und Ausschüttungsbemessung. Die wesentlichen Änderungen der handelsrechtlichen Bilanzierung durch das BilMoG und die damit verbundenen bilanzpolitischen Spielräume lassen sich in vier Bereiche einteilen: allgemeine Bilanzierungs- und Buchführungspflichten, Ansatzwahlrechte, Bewertung ausgewählter Bilanzpositionen sowie Konzerabschluss.