Vinum Circa Montem

Eine Radtour um den Göttweiger Berg

RSSVinum Circa Montem Vinum Circa MontemCover: Vinum Circa Montem

Deutsch24 SeitenErschienen: 2011

Seit dem Jahr 2000 weiß es die ganze Welt, was sie an dem Land an der Donau hat.
36 Donaukilometer, von Melk nach Krems, die Klöster Melk, Göttweig und die Altstadt von Krems umfasst das UNESCO Welterbe: "Kulturlandschaft Wachau“. Das zwischenstaatliche „World Heritage Committee“ stellte mit seiner Entscheidung die Wachau in ihrer kulturellen Bedeutung auf eine Ebene, wie mit den Pyramiden von Gizeh in Ägypten, dem
Taj Mahal in Indien oder der Inka-Bergfestung Machu Picchu in Peru.


Von Krems nach Stein

Die Idee ist bestechend: an einem sonnigen Tag aufs Rad steigen, und das Land an der Donau „erfahren“. Wahrscheinlich das beste Mittel, um letzte trübe Gedanken an vergangene Regentage abzuschütteln, und dabei alles auf einmal zu erleben: die blühende Natur und eine imponierende Kultur.

Krems ist das östliche Tor in die Wachau. Und in dieser Stadt beginnt unsere Radfahrt rund um den Göttweiger Berg, eine Strecke, auf der uns zweitausend Jahre Geschichte begegnen, auf der wir eine anmutige Landschaft erleben, und auf der wir auch die edlen Tropfen der Winzer probieren können. Unsere Strecke ist eine Variante der Rundtour: „Vinum Circa Montem“ – „Der Wein rund um den Berg“.
3,00 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

  • Bücherliste
  • Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Wein verkosten hoch über der Donau

    Die Krustettner werben auf ihrer Homepage damit, dass an 360 Tagen im Jahr mindestens ein Heuriger geöffnet hat, sodass kein Radfahrer umsonst auf die Anhöhe hinauftritt. Einer dieser kulinarischen Wohlfühlorte ist das Weingut Müller in der Hollenburgerstraße. Wenn „ausgsteckt“ ist, das heißt über dem Eingangstor ist ein grüner Buschen angebracht, dann gibt es Speis und Trank. Flaschenwein bekommt man auch ohne grünen Buschen, und für eine Gesellschaft kann man auch das Weinverkostung-Zimmer reservieren. Diese Stube haben die Müllers ganz oben im mehrstöckingen Betriebsgebäude eingerichtet. Der Bau ist in den dahinter liegenden Hügel hineingebaut, sodass seine Dimensionen nicht auffallen. Beim Hinaufsteigen kommt man an riesigen Stahltanks vorbei, in denen heute ein Großteil des Weines während der Gärung gelagert ist. Ein kleinerer Teil reift allerdings immer noch in Eichenfässern, die dem Wein einen charakteristischen Geschmack verpassen.

    Noch eine letzte schmale Treppe, und man betritt die Verkostungsstube. In der Mitte steht ein mächtiger Holztisch, dessen bohlenartigen Bretter aus einem alten Baum geschnitten sind, der früher einmal zum Pressen verwendet wurde. Heute drückt nicht das Gewicht eines schweren Baumstamms den Most aus den Trauben, sondern eine Hydraulik. Der mächtige Tisch ist das dominante Möbel im Raum, ein Symbol für Geselligkeit und Gastfreundschaft. Und niemand kann der stummen Einladung Platz zu nehmen widerstehn.

    Noch etwas fällt dem Besucher auf: die breiten Fenster an der Nordseite des Raumes. Ein beeindruckendes UNESCO-Welterbe-Panorama liegt vor ihm: das Stift Göttweig und die Doppelstadt Krems-Stein. Er kann das ganze breite
    Donautal überschaun. Bei Dunkelheit glitzern das angestrahlte Kloster auf dem Berg und die beleuchteten Kirchen und Türme der Kremser Altstadt über die Donau herüber. Kein Wunder, dass die Gäste immer länger da bleiben als geplant.

    Auf unserer Radtour liegt nun kein Berg mehr vor uns. Es geht bergab!
    Und zwar ziemlich zügig, in etwa 10 Minuten erreichen wir die LH114, auf der wir ein Stück in Richtung Traismauer radeln, bis Hollenburg. Ein Fahrweg auf der linken Seite führt uns von hier unter der Autobahn S33 hindurch zum
    Donau-Radwanderweg und dann zurück nach Krems.

  • Von Krems nach Stein

    Römer und Nibelungen

    Von Mautern nach Klein Wien

    Durch das Tal des Fladnitzbaches

    Zur Gottheit auf dem Berg

    Der Göttweiger Berg – ein Archiv der Geschichte

    Die Benediktiner auf dem Göttweiger Berg

    Altmann – Schutzheiliger der Mönche auf dem Göttweiger Berg

    Die Mönche in der heutigen Zeit

    Das Weinbaugebiet Kremstal

    Wein verkosten hoch über der Donau

    Die Alternativroute – Wein in alten Höfen

    Die Altstadt von Krems