Die Bluthochzeit von Paris
Die Bartholomäusnacht
Gunter Pirntke
RSSDie Bluthochzeit von Paris
DeutschErschienen: 2012
Der Mordnacht von Paris am 24. August 1572 gab er seinen Namen: Der Apostel Bartholomäus. Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit genannt) bezeichnet die Nacht zum 24. August 1572, in der Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der Hugenotten zusammen mit Tausenden von Glaubensgenossen auf Befehl Katharinas von Medici ermordet wurden. Sie waren anlässlich der Hochzeit des protestantischen Heinrich von Navarra mit Margarete von Valois in Paris versammelt. Das Massaker ist mit vier Ereignissen verknüpft: der fehlgeschlagene Anschlag auf den Admiral Coligny am 22. August 1572, die zwei Tage später erfolgte Exekution der Hugenottenführer, das danach einsetzende Gemetzel in den Straßen von Paris und die Welle von Gewalt, die sich kurz darauf in fast ganz Frankreich ausbreitete. In der Forschung werden diese Ereignisse mit der Entwicklung Frankreichs ab dem 16. Jahrhundert verbunden, da hier Motive der Bartholomäusnacht entstanden waren, nämlich die Auseinandersetzung Frankreichs mit den Hugenotten (und Europas mit der Reformation). Auch war die schwache Monarchie Frankreichs zu dieser Zeit unfähig, die Religion angemessen zu integrieren. Das Buch dokumentiert die Ereignisse, die Hauptakteure und die gesellschaftlichen Hintergründe. 5,65 € inkl. gesetzl. MwSt.
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Katharina näherte sich sogar dem Protestantenführer Heinrich von Navarra an. Noch einmal gab es über die Ausführung des Friedens Konflikte, sogar eine kurze Waffenerhebung fand statt (Siebter Hugenottenkrieg). Aber der Herzog Franz von Anjou, der jüngste Bruder (und Thronfolger) des Königs, vermittelte bald im November 1580 zu Le Fleix einen neuen Frieden. Die Heilige Liga wurde aufgelöst. Nach dem Tod dieses Herzogs von Anjou im Jahre 1584 war nach salischem Erb-recht der Hugenotte Heinrich I. von Navarra der nächste Thronanwärter. Henri I. von Guise wollte die Krone keinesfalls einem Ketzer zugestehen und aktivierte die Heilige Liga wieder. König Heinrich III. seinerseits trat mit seinem Schwager Heinrich von Navarra in Unterhandlungen ein und sicherte diesem die Thronfolge zu – allerdings unter der Bedingung, dass der (wieder) zum katholischen Glauben konvertiere. Die erneuerte Heilige Liga hatte allerdings einen neuen Charakter: Sie war keine reine Adelspartei mehr, sondern auch eine Bewegung mit Rückhalt bei den Volksmassen – besonders von Paris. Sie schloss Anfang 1585 ein Bündnis mit Spanien, proklamierte den alten Kardinal von Bourbon als Thronfolger und nötigte den König im Juli 1585 zu dem Edikt von Nemours, das alle früheren Zugeständnisse an die Hugenotten zurücknahm und auch Heinrich von Navarra von der Thronfolge ausschloss. Hierauf griffen die Hugenotten von neuem zu den Waffen (Achter Hugenottenkrieg). Dieser Bürgerkrieg, der eher die Thronfolge als religiöse Inhalte zum Gegenstand hatte, wird nach den drei Häuptern (König Heinrich III. von Frankreich, König Heinrich I. von Navarra und Herzog Heinrich I. von Guise) auch der „Krieg der drei Heinriche“ genannt. Im Herbst 1587 gab jedoch der Sieg der Hugenotten bei Coutras dem Krieg eine neue Wendung. Herzog Heinrich von Guise versuchte, den geschwächten König durch ein Ultimatum in die Knie zu zwingen. Anstatt den Forderungen der Liga nachzugeben, reagierte dieser jedoch mit überraschender Festigkeit und ließ Truppen in Paris einrücken. Daraufhin löste eine „Liga der Sechzehn“ unter der Führung des Herzogs von Guise in der Stadt einen Volksaufstand aus („Tag der Barrikaden“ am 12. Mai 1588). Im Juli schien König Heinrich III. entmachtet: das Unionsedikt von Rouen erneuerte die Bestimmungen von Nemours und schloss jeden nichtkatholischen Fürsten von der Thronfolge aus.
| Einleitung | ||
| Der Auslöser - Das Blutbad von Wassy | ||
| Die Beteiligten | ||
| Caterina de’ Medici | ||
| Admiral Gaspard II. de Coligny | ||
| Heinrich III. von Navara | ||
| Margarete von Valois | ||
| Karl IX. von Frankreich | ||
| Charles de Lorraine-Guise | ||
| François de Lorraine, duc de Guise | ||
| Hugenottenbewegung | ||
| Chambre ardente und die Edikte | ||
| Edikt von Nantes | ||
| Edikt von Fontainebleau | ||
| Edikt von Potsdam | ||
| Die Bartholomäusnacht | ||
| Zur Ausgangslage | ||
| Geplantes Bündnis durch die Hochzeit | ||
| Anschlag auf Coligny | ||
| Die Hochzeitsnacht | ||
| Zusammenfassung | ||
| Epilog | ||