3SeelenFeder

Wolfsfährten

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Deutsch25 Seiten

Die erst achtzehnjährige Autorin beschreibt in ihren Kurzgeschichten, wie sie in Tiergestalten schlüpft. Dieses tut sie vorwiegend in Wölfe. Sie spürt dabei die körperliche und geistige Veränderung. Sie empfindet Liebe, Angst, Schmerz, Trauer, Hass und Mordlust. Als es ihr zu schmerzhaft wurde und sie sich von aller Welt verlassen glaubte, wollte sie ihrem Leben ein Ende setzen. Doch die geistige Welt sandte ihr zur rechten Zeit einen hilfreichen Engel. Daraus folgt ihre Erkenntnis, dass sie nie allein war und dass nichts, was geschieht, umsonst ist. In jeder Geschichte liegt ein wahrer Kern verborgen, daher kann man auf die Erzählungen der jungen Autorin gespannt sein. Wer weiß, vielleicht ist sie ja tatsächlich einer jener Menschen, die sich in ein Tier verwandeln können? 3,95 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

  • Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Komm, wenn du dich traust Blutend sitze ich vor dir. Ich kann dein dreckiges Lächeln sehen. Ich kann das Vergnügen in deinen Augen sehen. Deine Schläge durchzucken meinen ganzen Körper. Doch ich schreie nicht. Ich will nicht schreien! Ich werde nicht schreien! Ein Knurren durchbricht die Stille in meiner Kehle. Ich schaue auf. Hass funkelt in meinen Augen. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich, wie ich dir die Kehle durchbeiße! Ich bekomme eine Gänsehaut. Langsam stehe ich auf und grinse dir in dein dreckiges Gesicht. Du siehst verwundert aus. Nein, ich kann es riechen: Du bist verwundert! Ein weiteres Knurren hallt durch den Raum. Du zuckst. Ich grinse. Ich fletsche meine Zähne. Du weichst zurück. Ich dir hinterher. Fesseln halten mich fest. Du grienst erneut überheblich. Ich rieche Erleichterung. Ein abfälli-ges Lächeln erscheint auf meinen Lippen. Zu früh gefreut. Ich reiße mich los. Du beginnst zu rennen. Ich laufe langsam hinterher. Kein Grund zur Eile. Du versteckst dich hinter deinen Männern und euren Waffen. Angst. Dieser Geruch macht mich noch wilder. Ich will mehr. Mein Körper ist angespannt. Deiner ist schweißgebadet. Schüsse. Ich laufe weiter. Die Angst wächst. Panik. Der Geruch ist unbeschreiblich. Unglaublich. Erregend! Von hinten versuchen mich Seile zu halten, doch ich laufe weiter. Nichts kann mich aufhalten. Der Geruch von Panik peitscht mich voran.   Ich bin angekommen. Deine Augen sind feucht. Du kniest vor mir. Ich grinse verächtlich. Ich zerre dich an den Haaren hoch. Schmettere dich gegen die Wand. Eine Spur von Tränen mischt sich unter den Geruch von Panik. Die Panik weicht der Verzweiflung. Ich kann mich kaum mehr zurückhalten. Doch das wäre jetzt zu einfach. Ich will dich leiden sehen. Immer wieder schmettere ich dich gegen die Wand. Knochen bre-chen. Ich bekomme eine Gänsehaut. Dann kann ich es nicht mehr aushalten. Ich schmettere dich ein letztes Mal gegen die Wand und – beiße zu. Meine Reißzähne ersticken dein Schreien. Dein Blut füllt meinen Mund. Es schmeckt dreckig und doch gut. Ich will, dass du leidest! Immer fester bohre ich meine Zähne in deinen Hals. Ein letztes Mal versuchst du, dich zu wehren. Doch umsonst. Mit weit aufgerissenen Augen und einem unerhörten Schrei fällst du in dir zusammen. Ich spucke dich aus. Lecke mir das Blut von den Lippen. Schaue auf dich runter. Grinse höhnisch. Dann drehe ich mich zu deinen Männern. Sie stehen wie angewur-zelt da. Die Angst steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Angriffslustig grinse ich ihnen entgegen. Ein Knurren ertönt. Ihr seid die Nächsten!

  • Vorwort 7
    Der Ruf 9
    Abschied 10
    Komm, wenn du dich traust 12
    Erwachen 14
    Das Ende ist erst der Anfang 18
    Stummer Besucher 20
    Geh nicht 21
    Des Kriegers Leid 22
    The bloody Dömchen 23
    Begehren 24