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Die Eroberung von Plassans [Zola, Emile]
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Dieser Roman ist der vierte in der Gesamtreihe. Mit ihm kehrt Zola nach seinem Ausflug in die Pariser Gesellschaft des Kaiserreichs – wo die hochgekommenen Grundstücksmakler, Spekulanten und zweideutigen Politiker den Ton angeben (»Die Beute«) und das satte Kleinbürgertum seinen Gewinn einstreicht und sichert (»Der Bauch von Paris«) – nach Plassans, in die Provinz zurück, die er am Abend des geglückten Staatsstreiches Napoleons und des gelungenen Schurkenstücks der Rougons (»Das Glück der Familie Rougon«) verlassen hatte.
»Es ist Zeit«, so schreibt er in seinen Entwürfen, »nach Plassans zurückzukehren ...«, das er dann für lange Zeit, bis zum letzten Roman, dem »Doktor Pascal«, dem Abschluss seiner Familiengeschichte, nicht mehr aufsuchen wird. Denn nachdem er im zweiten und dritten Band die Auswirkungen des Staatsstreichs in der Gesellschaft der Hauptstadt gezeigt hat, muss er nun zeigen, wie sich die Provinz in diesen Jahren entwickelt, »wo das Kaiserreich ungestört inmitten einer satten Bourgeoisie thront, auf der das väterliche Auge einer kleinen Gruppe von Beamten ruht. Völlige Erschlaffung der Legitimisten. Ein Teil des Klerus sogar bonapartistisch, noch keinerlei Gegenströmungen. Das Entsetzen über den Staatsstreich hält noch vor.« Mit diesen Sätzen umreißt Zola das »soziale Drama« der »Eroberung von Plassans«.
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3,20 EUR
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Mourets Fenster zersplitterten, die Flammen brachen im ersten Stock durch. Jäh wurde die Straße von einem großen Schein erleuchtet. Es war hell wie am lichten Tag. Ein Trommler ging in der Ferne über den Place de la Sous-Préfecture und schlug das Signal zum Sammeln. Männer liefen herbei, eine Kette wurde gebildet, aber es fehlten die Eimer, die Feuerspritze kam nicht. Inmitten der allgemeinen Bestürzung schrie Herr Péqueur des Saulaies, ohne die Damen Rastoil zu verlassen, mit voller Stimme Anordnungen.
»Lassen Sie den Durchgang frei! Die Kette ist dahinten zu dicht aufgeschlossen! Nehmen Sie zwei Schritt Abstand!« Sich zu Aurélie umwendend, sagte er dann mit sanfter Stimme: »Ich wundere mich sehr, daß die Feuerspritze noch nicht da ist ... Es ist eine neue Spritze; man wird sie heute einweihen ... Ich habe den Pförtner doch sofort losgeschickt; er hat auch bei der Gendarmerie vorbeigehen sollen.«
Die Gendarmen ließen sich als erste sehen; sie hielten die Neugierigen zurück, deren Zahl trotz der vorgerückten Stunde anwuchs. Der Unterpräfekt war persönlich hingegangen, um die Kette geradezurichten, die unter dem Stoßen gewisser Spaßmacher, die aus der Vorstadt herbeigeeilt waren, eingedrückt wurde. Das Glöcklein von Saint-Saturnin läutete Sturm mit seiner brüchigen Stimme; mehr am unteren Ende der Straße hin, in der Gegend von Le Mail, schlug ein zweiter Trommler matter das Signal zum Sammeln. Endlich kam mit dem Gepolter durchgeschüttelten alten Eisens die Feuerspritze an. Die Gruppen wichen zur Seite; die fünfzehn Feuerwehrmänner von Plassans erschienen rennend und schnaufend; aber trotz des Eingreifens von Herrn Péqueur des Saulaies brauchte man noch eine reichliche Viertelstunde, um die Spritze in Gang zu setzen.
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