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Peterchens Mondfahrt [Bassewitz, Gerd von]
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Ein phantasievolles Buch, voller Überraschungen.
Aus dem Inhalt: Auf der Sternenwiese wohnt das Sandmännchen, das eine sehr wichtige Persönlichkeit im Himmelsraum ist und viele Ämter hat. Es muss den Sternen Unterricht im Singen geben, und es muss aufpassen, daß sie am Tage, wenn sie noch nicht am Himmel stehen, ihre Strahlen ordentlich putzen. Lauter kleine, silberhaarige Mädchen sind die Sterne. Jedes Kind auf der Erde hat sein Sternchen. Und wenn das Kind nicht artig war, wenn es Kuchen stibitzt hat, oder wenn es gar gelogen hat, so entstehen auf der schönen Strahlenkrone seines Sternenmädchens hässliche Flecken, sie verbiegt sich, oder sie bekommt Scharten. Dann muss das kleine Sternchen putzen mit seinem goldenen Putzläppchen und sich mühen in der Sternenschule auf der Wiese, damit das Krönchen wieder blank und hell wird zur Nacht. Das ist oft furchtbar schwer, und die kleinen Sternchen seufzen dabei vor Mühe. Manchmal weinen sie sogar, denn das Sandmännchen ist sehr streng und lässt es ihnen nicht durchgehen, wenn auch nur das kleinste Fleckchen noch da ist. Meistens aber sind sie fröhlich und oft gar schrecklich ausgelassen; besonders im Winter, wenn Weihnachten nicht mehr weit ist.
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1,90 EUR
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Auf dem Monde war eigentlich alles sonderbar und wunderlich; aber auf dem Gipfel des Mondberges war es doch am allerseltsamsten. Bäume standen da, die gar nicht wie Bäume, sondern wie Baumgespenster aussahen. Grauweiß waren sie und ganz gebeugt unter der Last einer uralten Asche, die wohl einst nach großen Stürmen auf dem Monde wie Schnee auf ihre Zweige niedergefallen sein mochte. Jeder Baum warf einen langen Schatten. Pechschwarz, gleich dicken Tintenstrichen lagen diese Schatten auf dem geistergrauen Boden und sahen sehr unheimlich aus. Hin und wieder standen große, grünliche Pilze, die gewiss sehr giftig waren, zwischen den Wurzeln der Gespensterbäume, und uralter, eisgrauer Schimmel hatte alle Steine am Boden dick überzogen. Kein Ton war zu hören; kein Vogel sang, kein Lufthauch regte einen Zweig in diesem toten Walde, eisekalt war es und grabesstill ringsum. Die Kinder hätten sich gewiss sehr gefürchtet, wenn sie Zeit dazu gehabt hätten; aber sie hatten so viel zu tun mit dem Suchen nach dem Maikäferbeinchen, daß sie gar nicht merkten, wie unheimlich es eigentlich hier oben war. Man fürchtet sich wirklich nur, wenn man nichts zu tun hat. Das hatten sie jetzt schon öfter gemerkt. Sie froren nicht einmal, trotzdem sie doch nur in ihrem Nachthemdchen waren, so emsig sprangen sie von einem Baume zum anderen und suchten nach der Birke mit dem Beinchen. »Hurra! « schrie Peterchen plötzlich; »da hängt das Beinchen - ich sehe es, ich sehe es! «
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