Die kleine Seele

Esoterische Geschichten

RSSDie kleine Seele Die kleine SeeleCover: Die kleine Seele

Deutsch45 Seiten

Dieses Buch enthält drei esoterische Geschichten: "Die kleine Seele", "Der Rosenengel" und die biografische Erzählung "Mein rosa Schutzengel". Lisa Martin, die Autorin, ist selbst seit Jahren als hellsichtiges Engelmedium tätig und hat bereits viele hundert Menschen beraten. Die Printausgabe als Hardcover erscheint im August 2011 im NOEL VERLAG.Verlag: Edition Aussichten8,90 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • Inhaltsverzeichnis
  • 1 Wenn ein Mensch das Licht der Welt erblickt, schenkt der liebe Gott ihm auch eine Seele. Eine Seele aber war so zart, so zerbrechlich - dass der liebe Gott beschloss, sie im Himmel zu behalten. Dort wohnten, wie auch heute, die Engel und alle von ihnen liebten diese kleine Seele. Es war Friede und Eintracht. Oft war sie im Himmel ganz allein, denn die Engel waren unterwegs ...wurden von den Menschen gerufen, weil viele Seelen krank waren. Die Engel standen dann hilfreich zur Seite. Kamen sie zurück in den Himmel, erzählten sie der kleinen Seele von dem Leid der Menschen auf der Erde. Auch viele Kinder gab es dort unten, die großen Kummer hatten. Einige hatten keine Mutter, andere keinen Vater. Viele Kinder hatten zwar beide Elternteile, waren aber dennoch nicht glücklich. Manche Eltern stritten sich, sodass sich deren Kinder oftmals wünschten, die Eltern würden nicht gemeinsam an einem Ort wohnen. Sie sollten sich besser nur besuchen. So war es auch bei der kleinen Sophie. Sie lebte bei der Mama und war dann wieder für eine Zeit bei ihrem Vater. Der schenkte Sophie immer so schöne Spielsachen. Andere Kinder mussten in großer Armut leben – wie die kleine Jasmin. Sehnlichst wünschte sie sich vom Christkind eine Puppe mit blonden Zöpfen und Schlafaugen. Eine solche Puppe hatte das Nachbarskind Lena, aber nie durfte die kleine Jasmin damit spielen. In ihrer Traurigkeit weinte sich Jasmin abends oft in den Schlaf. Dann musste der Trösterengel Jonathan helfen. Er war schließlich für den Kummer der Kinder zuständig. Flog er zu der kleinen Jasmin, so setzte er sich auf die Bettkante und schickte ihr einen goldenen Traum. Jasmin ging auf weißen Wolken spazieren. Plötzlich kam ihr ein Engel entgegen. Dieser trug ein goldenes Kleid und hatte eine Puppe im Arm. „Schau kleine Jasmin... was ich dir mitgebracht habe... deine Lieblingspuppe“. Oh wie strahlten da die Kinderaugen. „Ich werde jede Nacht im Traum zu dir kommen und du darfst mit der Puppe spielen, bis der liebe Gott dich weckt“. Als Jasmin am nächsten Morgen aufwachte, war sie sehr glücklich und freute sich auf die nächste Nacht. Wenn Jonathan von so einer Reise zurück in den Himmel kam, wollte die kleine Seele immer alles genau wissen. Neugierig wurde die kleine Seele. So gerne würde sie einmal mit zur Erde reisen. Beim nächsten Mal wollte sie Jonathan darum bitten. Die kleine Seele saß auf einer weißen Wolke, als plötzlich Jonathan vorbei kam. Sofort sprach sie ihn an. „Lieber Jonathan, ich habe eine große Bitte. Wenn du wieder auf die Erde gerufen wirst und zu den traurigen Kindern musst, dann möchte ich gerne mit dir gehen - bitte, bitte nimm mich einmal mit". „Aber kleine Seele“, sprach Jonathan, „das geht doch nicht, du weißt, dass unser Herrgott dich im Himmel behalten will. Deine Seele ist so zart und zerbrechlich - auf der Erde würde sie sterben. Ganz traurig schaute die kleine Seele und weinte. Jonathan bekam Mitleid und suchte verzweifelt nach einem Ausweg. " Hör zu“, sprach er „wenn ich wieder ein weinendes Kind trösten muss, nehme ich dich mit. Aber du musst mir versprechen, in meiner Nähe zu bleiben“. Da strahlte die kleine Seele und war glücklich. Es war ein Sonntag im Mai, als der Trösterengel zu einem kleinen Jungen gerufen wurde, der sehr traurig war. Tommi hatte von seinem Vater eine bunte Spielzeuggitarre bekommen und ein anderer Junge hatte sie ihm zerstört. Jonathan hatte es sehr eilig, denn der kleine Tommi weinte sehr. " Komm kleine Seele, ich muss geschwind zur Erde und ich nehme dich mit“. Die kleine Seele tanzte vor Freude. Sie erreichten einen Park, in dem eine große Trauerweide stand. "So, kleine Seele", sprach der Trösterengel Jonathan, „du versteckst dich in den Zweigen und wartest dort auf mich“. Gehorsam setzte sie sich in den Baum und schaute neugierig umher. Wie friedlich es hier war, und wie schön es duftete. Dann hörte sie Stimmen. Die kleine Seele wagte sich etwas hervor und sah eine weiße Bank, auf der zwei Menschen saßen. Ein Mann hielt eine Frau behutsam im Arm. Beide gingen sehr liebevoll miteinander um. Im Mondlicht leuchtete das Haar der Frau wie Gold. Die kleine Seele hörte zärtliche Worte und sah, wie sie einander küssten und ewige Liebe schworen. Auch andere Pärchen gingen eng umschlungen die Parkwege entlang. Warum hat der liebe Gott zu mir gesagt "die Menschen auf der Erde hätten verlernt zu lieben, würden immer streiten und machten sich das Leben schwer. Wenn eine Seele nicht stark genug sei, würde sie zerbrechen?". Aber hier sehe ich doch nur Menschen, die einander lieben... Mit diesen Gedanken zog eine große Sehnsucht in die kleine Seele und sie sprach zu sich selbst: "Ja, auch ich möchte in einen menschlichen Körper und eine solche Liebe auf der Erde erleben“. Gleich Morgen wollte sie den lieben Gott darum bitten. Natürlich müsste sie dann Jonathan verraten, aber der Wunsch, auf der Erde zu leben und zu lieben war zu groß in ihr. Als der Trösterengel Jonathan zurück kam, spürte er sofort, dass die kleine Seele verändert war. "Jonathan", sprach sie, „ich möchte in einem menschlichen Körper durch diesen wunderschönen Park gehen und die große Liebe erleben“. Ganz erschrocken war Jonathan. „Aber kleine Seele“, sprach er, „du hast einen schönen Park gesehen und Menschen, die sich liebe Worte sagen. Aber außerhalb des Parks gibt es viel Kummer und Leid Vielleicht findest du die große Liebe gar nicht und deine kleine Seele wird daran zerbrechen...“. Aber die kleine Seele wollte nichts davon wissen und sagte: "Ach Jonathan, ich finde die große Liebe und werde sehr glücklich sein“. Jonathan sagte nichts zu ihren Worten aber sein Herz war schwer, als der Himmel die beiden wieder aufnahm. Die kleine Seele aber war ganz verträumt und wollte gleich am nächsten Morgen mit dem lieben Gott sprechen. 3 Der liebe Gott besuchte die kleine Seele und war sehr erstaunt, dass sie so traurig war und bitterlich weinte. Behutsam nahm er sie in die göttlichen Arme und fragte nach ihrem Kummer. „Bitte lieber Gott, schick mich auf die Erde. Jonathan nahm mich auf mein Bitten hin mit... ach, dort unten war es so schön" schwärmte die kleine Seele. „Auch die Liebe zweier Menschen habe ich gesehen. Ich möchte auch die Liebe kennen lernen“. Der liebe Gott war bestürzt über diese Bitte. „Hör zu, kleine Seele“, sprach er zu ihr, „du bist so zart und du würdest auf der Erde zerbrechen! Das kann ich nicht zulassen. Hier bei mir im Himmel kann dir so etwas nicht passieren. Die kleine Seele aber wurde immer trauriger und weinte bitterlich. Gott wurde zornig, weil sie nicht auf ihn hören wollte. Eines Tages sprach er: “Höre, kleine Seele, ich hatte dich gewarnt. Die Menschen auf der Erde haben sich verändert. Sie jagen dem Geld hinterher, wollen Ruhm und Ansehen. Gegenseitige Liebe und Vertrauen zählen oft nicht mehr. Viele Menschen lassen Gefühle gar nicht mehr zu. Da du nicht auf mich hören willst, schicke ich dich auf die Erde“. Als die kleine Seele das hörte, war sie sehr glücklich und erzählte es sofort dem Trösterengel Jonathan. Der wurde sehr traurig, denn er hatte große Angst um die kleine Seele. An einem warmen Hochsommertag wurde in einer Kleinstadt ein Mädchen geboren. Der liebe Gott wählte dieses Kind aus, die kleine Seele zu erhalten. Gut behütet wuchs das Mädchen in seinem Elternhaus heran. Im Alter von vier Jahren geschah die erste Begegnung mit einem Engel. Er trug ein zartes, rosafarbenes Gewand. Dieser kleine Engel sollte das Mädchen begleiten bis an das Ende seiner Tage. So hatte es der liebe Gott gewollt. 4 Vierzig Jahre lang hatte es in der Familie keine Geburt eines Mädchens gegeben. Nun war es endlich geschehen. Die Eltern und der Großvater waren sehr glücklich über dieses Geschenk des Himmels und der Neugeborenen wurde die kleine Seele gegeben. Die Seele, die nicht länger im Himmel bleiben wollte. Das Kind wurde auf den Namen Sarah getauft. Es sollte das einzige Mädchen bleiben, denn die Eltern bekamen später noch vier Söhne. Sarah, als die Ältere, hatte es nicht immer leicht mit den jüngeren Buben. Sie wuchs heran und erkannte schon sehr früh, dass sie mit ihren Geschwistern nicht viel gemein hatte. Ihr größtes Interesse galt der Musik. So sang Sarah mal still, mal trällernd über den ganzen Tag. Immer häufiger erzählte sie aber auch von Engeln. In der Familie so wie in der weiteren Verwandtschaft war man sich einig, dass die Kleine eine rege Fantasie habe. Sarah war oft sehr traurig, denn niemand glaubte ihr die Begegnung mit einem Engel. Das Mädchen aber wusste es besser und lebte fortan in ihrer eigenen Welt. Mit vier Jahren hatte sich Sarah einmal zu weit von ihrem Elternhaus entfernt und fand nicht den Weg zurück. Da sah sie ihren Schutzengel zum ersten Mal. Er ging ihr voraus und sie folgte ihm. Plötzlich verschwand der Engel und Sarah stand vor ihrem Elternhaus. Sie hatte noch viele Begegnungen mit ihrem Schutzengel. Er blieb auch nach der Kindheit noch bei ihr. Wie bereits beschrieben, liebte Sarah die Musik über Alles. Dazu gehörte das Singen im Kinder-, Jugend- und Kirchenchor genau so wie das musikalische Mitwirken bei Veranstaltungen wie z. B. Garten- oder Kinderfesten, Geburtstags- oder Jubiläumsfeiern. Sehr früh wurde die Bühne zu einem Teil ihres Lebens. Auf einem Polizeifest lernte Sarah ihren späteren Ehemann kennen. Sie war erst sechzehn und fühlte sich geehrt, dass dieser Mann, dem alle Frauen zu Füßen lagen, ausgerechnet sie anschaute. Ach, hätte sie doch nur auf die Warnung ihres Engels gehört. Auch ihre Eltern hatten Bedenken. Die Ehe sollte nicht gut gehen. Sarah war ein eher verträumtes, romantisches Mädchen mit einer sehr zerbrechlichen Seele. Die Liebe kannte sie nur aus Hollywoodfilmen und Romanen. Oft fühlte sich die junge Frau sehr einsam. Ihr Mann ließ sie häufig allein, denn er lebte sein bisheriges, unabhängiges Leben weiter. Sarah kam dabei lediglich die Rolle der Vorzeige-Ehefrau zu. Ihre kleine Seele wurde krank, sie sehnte sich nach Liebe. Eines Nachts sah sie ihren Schutzengel im Traum. Er sprach zu ihr: „Trenne dich von deinem Mann, lebe für die Musik und erfreue die Menschen mit deinen Liedern“. Die schönste Musik ist der Klang der Ketten, wenn sie fallen. Sarah erkannte, dass sie nicht aus Liebe geheiratet hatte, denn Liebe fühlt sich anders an. Die Ehe wurde geschieden, und Sarah lebte seither mit ihren drei Kindern zusammen, die sie liebevoll aufzog. Danach hatte sie wieder Zeit für die Musik, die sie nie ganz losgelassen hatte. Der Bekanntheitsgrad der Künstlerin wuchs in nur kurzer Zeit. Viele Gastspiele und Tourneen wurden absolviert, Verträge mit der Musikindustrie so wie der Filmbranche geschlossen. „Aber wann begegnet mir die große Liebe?“ dachte Sarah manchmal, wenn nach einem Medienrummel die kalte Einsamkeit über sie herein brach. „Wird es sie jemals für mich geben?“ Zweifel fanden einen guten Nährboden in der ungewollten Stille. Es gab viele Begegnungen, ja, aber keinem Mann gelang es, ihr Herz höher schlagen zu lassen, niemand berührte ihre Seele. So blieb die immerwährende Sehnsucht unerfüllt. Eines Tages im November, draußen fiel leise der erste Schnee, ging Sarah durch die Straßen ihrer Stadt. In der Auslage eines Schaufensters entdeckte sie voller Überraschung einen Engel! Magisch angezogen betrat sie den Laden. Der Engel lächelte sie an und Sarah fragte ihn, was er denn verkaufen würde? „Alles, was Sie sich wünschen“, sprach der Engel. Da sprudelte es aus Sarah heraus: „Ich wünsche mir keine Gewalt mehr auf Erden, dann wünsche ich mir, dass kein Kind mehr hungern muss und nicht mehr das Streiten der Eltern mit anhören muss, ach ja, und dann wünsche ich mir noch die ganz große Liebe und.... „Stopp, stopp, stopp“ sprach da der Engel, „meine Dame, Sie haben mich falsch verstanden - ich verkaufe keine Früchte, nur den Samen...“ Ganz nachdenklich verließ Sarah den Laden und ging nach Hause.

  • Der Rosenengel
    Mein Rosaschutzengel