Lech am Arlberg - ein Platz zum Wohlfühlen

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Sie denken in drei Dimensionen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das ist ein ungeschriebener Verhaltenskodex der Walser aus dem oberen Lechtal: Erfahrung aus der Tradition, Pragmatismus im Jetzt und Optimismus für das Kommende. Und sie sind damit gut gefahren – die Bauern im heutigen Lech am Arlberg. Lech heißt der Ort offiziell erst seit etwa 140 Jahren, vorher hieß er Tannberg am Lech.
Ein Streifzug durch das Arlberggebiet – Bilder und GeschichtenTags: franz haslinger fotos3,00 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • Es hat so um die minus 10 Grad, und der Westwind aus dem Klostertal wirbelt den pulvrigen Schnee durch die Luft. Der Einschnitt, zwischen den Lechtaler Alpen im Norden und der Verwall Gruppe im Süden, wirkt wie eine Düse, die den Wind fast bis zum Sturm hochtreibt.



    Wir stehen bei der Alpe Rauz an der Talstation des Valfagehrlifts und hoffen, dass es weiter oben windstliller sein wird. Der blaue Himmel verspricht zumindest gute Sicht. Bis hierher fährt der Schibus von Lech. Im Arlberg-Schipass ist alles inbegriffen: die Lifte rund um den Arlberg- und Flexenpass, sowie die Busverbindungen – eine feine Sache. Denn die Gebiete St. Anton, St. Christoph und Stuben stehen denen von Lech-Zürs um nichts nach. Etwas weitläufiger, auch schroffer und wilder als das Lechtal ist die Gegend um die Valluga und Albona schon.



    Doch bei guten Verhältnissen – Schnee und Wetter – sind die Abfahrten die Erfüllung aller Schifahrerträume; sei es das Steißbachtal, seien es die Kandahar vom Kapall nach Nasserein, das Schindlerkar, Mattounjoch, die Valfagehr von der Schindler Spitze über die Ulmer Hütte bis nach Stuben. Und das alles inmitten einer imponierenden Hochgebirgswelt. Zusammen mit Lech-Zürs ein Mussziel für jeden, der sich entschlossen hat, seine freien Stunden auf den „Zwei Brettln“ zu verbringen.



    Apropos, die zaghafte Hoffnung bei der Alpe Rauz, dass es oben windstiller werde, hat sich erfüllt, und wir sind alle die vorhin aufgezählten Schifahrerträume gefahren, Pulverschnee und Sonnenschein inbegriffen – nein, wir sind den Berg hinuntergeschwebt.