Winterliches, Weihnachtliches, Besinnliches

RSSWinterliches, Weihnachtliches, Besinnliches Winterliches, Weihnachtliches, BesinnlichesCover: Winterliches, Weihnachtliches, Besinnliches

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Weihnachten, ich denke sehnsuechtig zurueck in eine glueckliche Kinderzeit, die Vor-Freude, der Lichterglanz in den Strassen, der Kinder- Gottesdienst dann am HEILIGEN ABEND und wenn dann endlich auch der Vater aus dem Abend-Gottesdienst nach Hause kam, durfte das Wohnzimmer betreten werden und mein Kinderherz ueberschlug sich vor Freude. Es ist ist lange her, fast schon zu lange und die Erinnerungen scheinen langsam zu verblassen, wie auch Fotos und Farben. Und doch ist es wahr, was uns so gluecklich machte mit unseren Eltern und Gross-Eltern, darf nicht verlorengehen und deswegen wuensche ich vielen Kindern, dass sich Erwachsene die Zeit nehmen und ein wenig vorzulesen aus diesem Buch der Erinnerungen an eine vergangene, maerchenhafte Zeit.5,95 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • Advent Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt, und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird, und lauscht hinaus. Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit, und wehrt dem Wind und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit. Rainer Maria Rilke, 1875 - 1926 Der Engel. Jedesmal, wenn ein gutes Kind stirbt, kommt ein Engel Gottes zur Erde hernieder, nimmt das tote Kind auf seine Arme, breitet die großen, weißen Flügel aus und pflückt eine ganze Hand voll Blumen, welche er zu Gott hinaufbringt, damit sie dort noch schöner als auf der Erde blühen. Der liebe Gott drückt alle Blumen an sein Herz, aber der Blume, welche ihm die liebste ist, giebt er einen Kuß, und dann bekommt sie Stimme und kann in der großen Glückseligkeit mitsingen. Sieh, alles dieses erzählte ein Engel Gottes, indem er ein totes Kind zum Himmel forttrug, und das Kind hörte wie im Traume; sie flogen über die Stätten in der Heimat, wo der Kleine gespielt hatte und kamen durch Gärten mit herrlichen Blumen. »Welche wollen wir nun mitnehmen und in dem Himmel pflanzen?« fragte der Engel. Da stand ein schlanker, herrlicher Rosenstock, aber eine böse Hand hatte den Stamm abgebrochen, sodaß alle Zweige, voll von großen, halbaufgebrochenen Knospen, rundherum vertrocknet hingen. »Der arme Rosenstock!« sagte das Kind. »Nimm ihn, damit er oben bei Gott zum Blühen kommen kann!« Und der Engel nahm ihn, küßte das Kind dafür, und der Kleine öffnete seine Augen zur Hälfte. Sie pflückten von den reichen Prachtblumen, nahmen aber auch die verachtete Butterblume und das wilde Stiefmütterchen. »Nun haben wir Blumen!« sagte das Kind und der Engel nickte, aber er flog noch nicht zu Gott empor. Es war Nacht und ganz still; sie blieben in der großen Stadt und schwebten in einer der schmalen Gassen umher, wo Haufen Stroh und Asche lagen; es war Umzug gewesen. Da lagen Scherben von Tellern, Gipsstücke, Lumpen und alte Hutköpfe, was alles nicht gut aussah.