Mein grosses Märchenbuch Teil II

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Deutsch311 SeitenErschienen: 2010

Auch ich war einmal ein kleines Kind, wie alle Großeltern, die eben auch als kleines Kind begannen. Und für mich war es damals was ganz Besonderes, was wunderschönes, wenn bei meinem Großvater schlafen durfte. In seinem Haus, in seinem Bett, mit ihm. Und vor dem Einschlafen erzählte er mir immer ein Märchen. Und zwei Märchen faszinierten mich besonders, Die Geschicht vom Riese Timbetu. Also beginne ich mit diesem Märchen. Der Riese Timpetu Ich hoffe aufrichtig, dass alle Großeltern ihre Freude haben werden, wenn sie ihren Enkeln die Märchen vorlesen und dabei die glänzenden Kinder-Augen sehen koennen. Hans StückrathTags: My fairy talesGrimmViernesZwergnaseSabadoAndersenEL FLAUTISTA DE HAMELINEl gran libro de cuento de hadasSelma Lagerlöf6,95 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • Es war einmal eine arme Frau, die gebar ein Söhnlein, und weil es eine Glückshaut umhatte, als es zur Welt kam, so ward ihm geweissagt, es werde im vierzehnten Jahr die Tochter des Königs zur Frau haben. Es trug sich zu, dass der König bald darauf ins Dorf kam, und niemand wusste, dass es der König war, und als er die Leute fragte, was es Neues gäbe, so antworteten sie: “Es ist in diesen Tagen ein Kind mit einer Glückshaut geboren: was so einer unternimmt, das schlägt ihm zum Glück aus. Es ist ihm auch vorausgesagt, in seinem vierzehnten Jahre solle er die Tochter des Königs zur Frau haben.” Der König, der ein böses Herz hatte und über die Weissagung sich ärgerte, ging zu den Eltern, tat ganz freundlich und sagte: “Ihr armen Leute, überlasst mir euer Kind, ich will es versorgen.” Anfangs weigerten sie sich, da aber der fremde Mann schweres Gold dafür bot und sie dachten: “Es ist ein Glückskind, es muss doch zu seinem Besten ausschlagen”, so willigten sie endlich ein und gaben ihm das Kind. Der König legte es in eine Schachtel und ritt damit weiter, bis er zu einem tiefen Wasser kam; da warf er die Schachtel hinein und dachte: “Von dem unerwarteten Freier habe ich meine Tochter geholfen.” Die Schachtel aber ging nicht unter, sondern schwamm wie ein Schiffchen, und es drang auch kein Tröpfchen Wasser hinein. So schwamm sie bis zwei Meilen von des Königs Hauptstadt, wo eine Mühle war, an dessen Wehr sie hängen blieb. Ein Mahlbursche, der glücklicherweise da stand und sie bemerkte, zog sie mit einem Haken heran und meinte grosse Schätze zu finden, als er sie aber aufmachte, lag ein schöner Knabe darin, der ganz frisch und munter war. Er brachte ihn zu den Müllersleuten, und weil diese keine Kinder hatten, freuten sie sich und sprachen: “Gott hat es uns beschert.” Sie pflegten den Findling wohl, und er wuchs in allen Tugenden heran. Es trug sich zu, dass der König einmal bei einem Gewitter in die Mühle trat und die Müllersleute fragte, ob der grosse Junge ihr Sohn wäre. “Nein”, antworteten sie, “es ist ein Findling, er ist vor vierzehn Jahren in einer Schachtel ans Wehr geschwommen, und der Mahlbursche hat ihn aus dem Wasser gezogen.” Da merkte der König, dass es niemand anders als das Glückskind war, das er ins Wasser geworfen hatte, und sprach: “Ihr guten Leute, könnte der Junge nicht einen Brief an die Frau Königin bringen, ich will ihm zwei Goldstücke zum Lohn geben?”

  • Seite Titel
    5 Der Riese Timpetu
    6 Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren
    21 Tischlein deck dich, Esel streck dich, Knüppel aus dem Sack
    42 Hans im Glück
    53 Die Prinzessin auf der Erbse
    57 Das Feuerzeug
    74 Des Kaisers neue Kleider
    84 Elfenhügel
    100 Die kleine Seefungfrau
    146 Die roten Schuhe
    159 Der fliegende Koffer
    171 Däumlinchen
    195 Der Schweinehirt
    207 Dornröschen
    215 Schneewittchen
    233 Der gestiefelte Kater
    242 Sternthaler
    244 Die Gänsemagd
    257 Von einem, der Auszog, das Gruseln zu lernen
    276 Marienkind
    286 Die goldene Gans
    294 König Drosselbart
    303 Der standhafte Zinnsoldat