Lady Hamilton

RSSLady Hamilton Lady HamiltonCover: Lady Hamilton

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Dumas erzählt die Geschichte der Emma Hamilton. Diese wurde als Amy Lyon in Chester, Cheshire, England geboren. Nach dem frühen Tod ihres Vaters, eines Hufschmieds, wuchs sie in Hawarden bei ihren Großeltern auf, während ihre Mutter als Kohlenhausiererin arbeitete. Seit 1779 lebte sie mit ihrer Mutter in London, wo sie zunächst als Dienstmädchen angestellt wurde. Im Jahre 1782 war sie in der Londoner Gesellschaft bereits berühmt-berüchtigt, da sie zu diesem Zeitpunkt schon die Mätresse verschiedener Männer gewesen war und nackt als Göttin der Gesundheit während Vorträgen des schottischen Quacksalbers James Graham posierte. Mit sechzehn wurde Emma schwanger. Sie gab das Kind zu ihren Großeltern und änderte ihren Namen in Emma Hart. Sie lebte weiter in London als Mätresse ihres Liebhabers, Charles Greville. Der stellte sie seinem Onkel, Sir William Hamilton vor, dem britischen Botschafter im Königreich Neapel. Seit 1786 lebte sie mit dem 35 Jahre älteren Mann zusammen in Neapel, 1791 heiratete sie ihn, was in der englischen Aristokratie einen größeren Skandal verursachte. 4,49 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

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  • Am 14. Januar 1815, gegen fünf Uhr abends, ließ ein Priester, dem eine alte Frau, die ihm als Führer zu dienen schien, voranschritt, die Spuren seiner Tritte in dem Schnee zurück, welcher sich von dem Dorfe Wimille nach dem zwischen Boulogne-sur-Mer und Calais gelegenen kleinen Hafen Ambleteuse erstreckte, in welchem Jakob der Zweite, nachdem er aus England verjagt worden, im Jahre 1688 landete. Der Priester ging mit raschem Schritte und verriet dadurch, daß man ihn mit Ungeduld erwartete. Er hüllte sich dabei dicht in seinen Mantel, um sich gegen den kalten, scharfen Wind zu schützen, der von der englischen Küste herüberwehte. Die Flut war eben im Steigen begriffen und man hörte das Brüllen der Meereswogen, gemischt mit dem trockenen Geräusch des Gerölles, welches vom Wasser am Strande hin- und hergeworfen wurde. Nachdem man ungefähr eine halbe Wegstunde auf der durch eine Doppelreihe kränklicher, entlaubter Ulmen angedeuteten Straße zurückgelegt, schlug die alte Frau rechts vom Wege einen unter dem Schnee kaum sichtbaren Fußsteig ein, welcher nach einer kleinen Hütte führte, die auf der Mitte eines die Landschaft beherrschenden Hügelabhanges stand. Ein leuchtender Punkt, der wahrscheinlich durch eine durch die Fensterscheiben hindurch sichtbare Kerze oder eine Lampe verursacht ward, war das einzige, was das Vorhandensein dieser Hütte verriet, die sonst in dem Abenddunkel vollständig unsichtbar gewesen wäre. Zehn Minuten genügten, um die beiden Wanderer an die Schwelle der Tür gelangen zu lassen.