Die philosophische Therese

Illustrierte Erotik

RSSDie philosophische Therese Die philosophische Therese Cover: Die philosophische Therese

DeutschErschienen: 2016

Die philosophische Therese ist ein 1748 erschienener französischer Roman und gilt als eines der bedeutendsten libertinen Werke des 18. Jahrhunderts. Als Verfasser wird Jean-Baptiste de Boyer vermutet.
Die Geschichte der Therese ist die der Abkehr von der Autorität der christlichen Kirche, hin zur Position der radikalen atheistischen Aufklärung. In der Handlung des Romans wechseln sexuelle Aktivitäten der Hauptfiguren mit Diskussionen über philosophische Fragen ab, die sie zu höherer Erkenntnis führen. Der Text spiegelt damit - bei aller Vereinfachung - eine zentrale aufklärerische These wider: In der Natur gibt es nichts moralisch Böses, und eine vernünftige Sittlichkeit beruht nicht auf der Verleugnung der natürlichen Regungen, sondern dem Versuch, sie zu verstehen.
Mit Illustrationen von Alfred Haslinger.
Verlag: Brokatbook Verlag Gunter Pirntke3,99 € inkl. gesetzl. MwSt. / ohne DRM

  • Leseprobe
  • Inhaltsverzeichnis
  • Ich war seit meiner zartesten Kindheit zum Beruf einer Buhlerin bestimmt. Der körperliche Fehler, der allem Anschein nach dazu angetan war, mir in diesem schandbaren Gewerbe die Aussicht auf Erfolg zu nehmen, hat im Gegenteil am meisten zu meinem Glück beigetragen. Wenn ich dir gesagt habe, meine Abenteuer würden dich über die Launen der Männer belehren, so wollte ich damit von den verschiedenen Stellungen sprechen, deren sie in ihrer Wollust sozusagen eine unendliche Menge erfunden haben, um die Vereinigung mit dem Weibe zu vollziehen. Alle diese verschiedenen verliebten Stellungen sind von dem berühmten Pietro Aretino, der im sechzehnten Jahrhundert lebte, so eingehend behandelt worden, daß darüber heutzutage nichts mehr zu sagen ist. Es handelt sich also bei dem, worüber ich dich belehren will, nur um Ausartungen der Phantasie, um jene seltsamen Gefälligkeiten, die manche Männer von uns verlangen und die ihnen einen vollkommenen Genuß ersetzen, sei es, weil sie eine Vorliebe dafür haben, sei es infolge einer mangelhaften Körperbildung. Ich komme jetzt zur Sache:

  • Impressum
    Die philosophische Therese
    Die Geschichte der Frau Bois-Laurier
    Fortsetzung der Geschichte der philosophischen Therese
    Bibliographische Notiz